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Da sitz ich hier mal wieder am Rechner und fühle mich leicht überfordert: was soll ich schreiben?

"Ich versuche es mal".

Das Jahr 2024 war für uns nicht so berauschend. Politische Ereignisse, die Kriegslust einiger Politiker oder Landesfürsten mal außeracht gelassen. - Geht zwar nicht an unseren Arsch vorbei und tut sau weh, soll aber hier keine Plattform finden.

Irgendwie war es ein doofes Jahr. Und irgendwie haben die Meteorologen mal wieder Schuld. Wir sind ja draußen, Outdoor Sportler sozusagen. Unsere Sportart: "neben Joggen, Walking, Rollator schieben und Radfahren, ist es mit der Corina unterwegs zu sein". Da darf der Jörg Kachelmann auch mal eine falsche Voraussage seiner Computer veröffentlichen.

Die dunkle Jahreszeit, das sind die Monate die wir nicht brauchen. Trotzdem bauen wir immer wieder Highlights ein. Schloss Hohenlimburg und die Wildwasserstrecke der Lenne waren am 3. November unser Ziel.

Schloss Hohenlimburg am südlichen Rand des Ruhrgebiets ist die einzige mittelalterliche Höhenburg in Westfalen, die weitgehend im Ursprungszustand erhalten ist. Für den Besuch des Romantischen Weihnachtsmart war es viel zu früh. Heute war Wintersonne garantiert und die Wildwasserstrecke der Lenne weckte Erinnerungen aus der Kanu Zeit in mir. "

In der nächsten Woche planen wir einfach mal Lemmer sagte Bärbel. Wir besuchen die Beiden. Unsere Adoptivtöchter sozusagen. Marlena ist vom Frankreich Törn zurück und Ada ist auch wieder gelandet. "Wir müssen einfach dorthin". Lemmer im Winter erleben.

Ich probiere gerade neue Hörgeräte aus, Neue sind fällig. Mit den alten Geräten ist das Sprachverständnis kaum noch gegeben. "Lemmer ist also optimal um zu testen ob die Neuen mich weiterhin am Leben teilnehmen lassen". Sie haben die Prüfung bestanden, ob ich sie tragen werde ist noch nicht sicher.

Zwei superschöne Tage in Lemmer. "Unsere Bude war das Sporthotel Iselmar, im Heimathafen mit Ausblick auf unsere im Wasser ruhende Corina".

Geplant war auch:  "Am 14. und 15. November das Lemster Charles Dickens Festival zu besuchen". "Es sollte uns in die Zeit von Damals (1812 bis 1870 entführen".

Leider machte der Zustand des Wohlbefindens bei Bärbel nicht mit. Dickens wurde gecancelt. Den Winter und Weihnachten, mit den Jahreswechsel haben wir trotzdem gemeistert.

Aber zurück zum Jahr 2024.  

Am 7. Januar machten wir die große Runde am Schiffshebewerk in Castrop-Rauxel. "Einfach Licht, Luft und Sonne tanken". Der Junge muss an die frische Luft. - Bärbel aber auch.

Ganz langsam am Rollator gehend, träumten wir bei der Ansicht der vielen Boote wieder von unserer Corina. Am 09. März mussten wir sie wieder besuchen. "Einfach nur gucken und streicheln, das hat was". Dann bringen wir ihr was mit, schon mal die Betten und den Kaffeepott verstauen und ein paar Kleinigkeiten wie Bier und Genever.

Weil es so schön war, Hans-Bruno war mit von der Partie, verbrachten wir die letzte Märzwoche auf der Corina. Daheim in Castrop blühte unser Japanische Kirsche in prächtigen Farben. Es könnte ja mal wärmer werden. Setzen wir uns in den Garten oder düsen wir kurz nach Lemmer?

Um unser Mädchen zu komplettieren war die Idee „Lemmer“ am 7. April hin und zurück bei strahlenden Sonnenschein machbar. "Wir machen das öfters; es hält uns am Leben".

Ab und an haut jemand brutal dazwischen. Wieder einmal mehr hat es Bärbel getroffen.

Vom 17 bis zum 22. April war Bärbel Patientin im Rochus Krankenhaus. Die anschließende Reha in Bad Lemmer war obligatorisch.

Der 27. April bescherte uns lieben Besuch. Ute und Udo, unsere Segelfreunde aus Hamm hatten mal wieder ein Wochenende in Lemmer eingeplant. Die Beiden haben sich schon vor 8 Jahren von Lemmer verabschiedet und ihr Boot ins Ostseewasser verlegt. Neues Boot, neues Wasser. Für ihre spannende Törn Berichte und Erzählungen waren wir die idealen Zuhörer.

Einmal Lemmer, immer Lemmer.

Am 1. Mai haben wir mit Hans-Bruno so von Boot zu Boot im Päckchen liegend - ein kleines Kräuterlikörchen gesüppelt. Gegen die anstehende Pandemie wollten wir gewappnet sein. Schluckimpfung sieht das Nationale Impfgremium bei älteren Herren vor. Gegen alles ist ein Kräuterchen gewachsen. Das Grolsch fand aber auch Zuspruch.

Die Heimat ruft.

Heimreisen zum Badezimmer Umbau, so Anfang Mai. Ja Handwerker kommen ins Haus. Du musst dabei sein. Es rieselt Staub, es rappelt in den Wänden, zum Pinkeln musst du zum Nachbarn, deine Toilette und das Duschen kannst du vergessen. Es dauert also. Im Radio hören wir die Schiwago Melodie von Karel Gott.

Weißt du, wohin die Träume all entflieh ‘n – Die unerfüllt an mir vorüberziehen? Weißt du wohin mein Herz auf Reisen geht? –

Ja logisch, weißt du wo die Corina liegt?  Also Volltanken.

Befreit von Fliesenleger und Installateuren, rauschten wir über die A2 und A3 unserem Ziel entgegen. Lemmer wir kommen. Die Handwerker können es auch ohne uns.

Unser Haven war schon recht gut gefüllt. Die meisten Eigner hatten ihre Boote in ihren Boxen liegen. So war es ganz normal das zu der einen oder andern Begrüßungszeremonie die Rituale mit entsprechenden Umtrunk herzlicher wurden.

Der 7. Mai war wunschgemäß kurze Hosen Wetter. Wir benutzten die Terrasse an der Meermaid und genossen den ersten richtig schönen Tag. Einen Tag später lag die Corina unter erschwerten Bedingungen herausgeputzt in ihrem Element. Besuch an Bord. Ada, Shirt, Brigitte, Richard so wie Bärbel und ich mit dem leckeren Gesöff. Wenn du lauwarmes Wasser oder Säftchen anbietest kommt doch keiner. Also die Hütte war voll.

Wenige Tage später benötigte Ada unsere Hilfe. Sie war mit ihrer Blue Eye in Itzkenhuizen gestrandet.  - „Der Motor“.

Richard, Brigitte und ich machten uns mit seinem Boot auf dem Weg die gestrandeten Jungen Leute abzuschleppen und heimzuholen.

Längere Liegezeit auch im Heimathafen macht uns Seeleute unzufrieden, wir wollen los. Die Wetterberichte sagten: bleibt hier, es lohnt nicht auf die Reise zu gehen. - Gucken wir einfach mal was in Stavoren so läuft sagte Bärbel. Also, auf  vertrauten Wasserweg mit der Fock und dem Nanni tuckerten wir nach Stavoren. Mit der Hoffnung ab dort könnte ja etwas gehen waren wir recht zuversichtlich am 13. Mai unterwegs.

Wir könnten ja den Geburtstag des Skippers auf Texel oder Vlieland…..-  Mist Wetter – slecht weer, rot weer. - Buienradar sagt: "macht den Abflug nach Lemmer. Schwimmbad, Sauna, Whirlpool und Fitnesscenter mit den nötigen Absacker warten im Sporthotel Iselmar auf euch". Leinen los in Stavoren am 14. Mai. Machen wir bis Heeg, übers heute extreme Fluezener Meer, wurden wir durchgepustet. Nicht die Corina, -„wir“. Der Wind knallte von Vorn, wie so oft aus der falschen Richtung mit `ner Menge Regen im Gepäck. Heeg lohnt sich immer, besonders die Eisbude nah beim Haven. Zu Hause in Lemmer waren wir wieder am 16. Mai.

Meinen Geburtstag so richtig zum durchfeiern war unmöglich. Geburtstag auf Sparflamme oder mit Bärbel allein auf Vlieland oder Terschelling wäre unser Wunsch gewesen. Erinnerungen kann man nicht verdrängen. Christian und der 17.05.2023 sind nicht vergessen.

Heute am siebzehnten fünften werden wir mit dem Auto über den Abschlussdeich, den Cornelis Lely besuchen - die Augen über das Wattenmeer und über das Ijsselmeer schweifen lassen, mal nicht mit der Corina unterwegs zu sein. Einfach losgelöst, einfach so, ohne Ziel ungezwungen froh zu sein. Mit 82 froh zu sein bedarf es wenig, nur wer froh ist, ist ein König.

In einen sentimentalen Zustand des Gefühlsreichtums, vielleicht auch der Sehnsucht: die Sonne zeigte sich trotzdem nicht.

Der Abend war dennoch für mich Romantiker ein kleiner Erfolg. Mit Ada, Sabine Ludger und Bärbel konnte der Tag im Wintergarten des Sporthotels gemütlich ausklingen.

Die weiteren Aussichten für eine reale Tön Planung waren Hoffnungslos. Dann werden wir auch Unterwegs sein, mit dem Auto: warum nicht?

Bolsward, Harlingen und auch Lauwersoog waren wiederholt ereignisreiche Ausflüge mit dem Auto. Wenn der Wind nicht passte oder das Wetter mal wieder nicht so wollte; wir machten das Beste daraus. Es gab keine schlechten Tage.

Friesland ist „klein“, es gibt immer Momente, in denen bekannte Gesichter unseren Weg kreuzen. Selbst beim Einkauf in Harlingen oder Joure laufen sie dir über den Weg. Auf Texel sowieso. Aber Texel ist nicht Friesland.

Auf Texel bleibt man hängen, „Tagelang“ -  und lernt dort neue interessante Menschen kennen die so wie wir die gleiche Macke - hegen und pflegen. Wir wollen dort ja wieder hin, verschieben aber wie schon sehr oft die Törn-planung.

Weitere Ausflüge mit dem Auto; einer der schönsten, (wurde uns von Christine an Herz gelegt) Über den Abschlussdeich nach Den Helder, dann weiterfahrt nach Callantsoog unser heutiges Ziel. - Strandleben mal begucken. - Traumhaft schön hier, heute am 14. Juni. Im Wasser war kein Mensch, am Wasser waren viele, wir ja auch. Es macht immer Spaß Meeresrauschen an der Nordsee mit Möwengeschrei zu genießen. Naturgeräusche zu Entspannung. Unsere Liegestühle lagen aber im Auto auf der anderen Seite des Deiches.

Wellen Wind, die Corina und wir, die unendliche Weite - das ist für uns die Nordsee. Muscheln zählen, in der Sonne braten und die Göttergattin mit Sonnenschutzfaktor 10 einzuölen, den Sand durch die Zehen rieseln zu lassen machen Touristen. " Oky, haben wir auch schon mal gemacht".

Kochen fällt bei solchen Unternehmungen bei uns aus. Eine Portion Kibbeling mit Pommes reicht allemal. Heute aber schlagen wir richtig zu.

In den Helder gibt es das Veerhuis Lands End, ganz nah am Wasser der Nordsee, ganz nah an den Fähranleger der Texelfähren gelegen, so richtig mittendrin am Marsdiep. "Zum Träumen, links rum geht’s nach Amerika, rechts nach Den Over oder Kornwerderzand also nach Lemmer". So schräg gegenüber lag Texel.

Der Burger und das Bauernomlett waren das Non plus Ultra. Also super lecker und preisgünstig. Die beiden obligatorischen Texel Biere sowieso. Warum legt das Service Personal uns aber eine Wasser Pistole mit auf den Tisch? " Du sollst damit Fressfeinde erschießen, abschießen oder bettelnde Raben verscheuchen". Auf weg du - oder - hau ab, reagierten die Vögel nicht. Voll auf die Zwölf das hilft. Kalle wurde zum Revolverhelden. Blattschuss, vielleicht wollten die Tierchen auch nur duschen?

Zwischendurch nutzten wir auch mal ein Blechboot mit Flüstermotörchen um mal wieder auf dem Wasser unterwegs zu sein. Es war sehr schön auf verschlungenen Pfaden im Nationaalpark Weerribben –Wieden damit zu schippern. Teilweise ganz allein auf Naturbelassenen Gewässer, hin und wieder einen Kajakfahrer zu begegnen.

Weitere Touren mit dem Auto bescheinigten unsere verkorkste Wetterlage. Zum Eis essen mal eben über den Trintelhaven nach Enkhuizen. Mit dem Boot dasselbe noch einmal. Lemmer Enkhuizen geht fast immer. Enkhuizen ist immer sehenswert. Für uns das Zuiderzeemuseum zum 2. Mal aber ausgiebiger als sonst mit dem Rollator erkundet. Zum Abschluss geschlaucht in der Koje der Corina liegen. Der Compagnieshaven in Enkhuizen hat für uns immer einen Liegeplatz. Enkhuizen lohnt sich also.

Kibbeling essen in Sloten aber auch. Der Himmel über uns zeigt wiederholt blaue Löcher. Da spielen wir mit, lassen uns leiten und rauschten mal eben übers Ijsselmeer nach Den Oever. Etwas weiter hinter der Schleuse an den Seehundsbänken vorbei wartete Texel. Vom 17. Juni bis zu unserer Abreise am 25 waren wir mit 147 Euro dabei. Es hat schon seine Vorteile ein Boot in überschaubarer Größe zu haben.

In Den Burg hat uns der Spirituosen Onkel einen 10 Jahre alten Genever an Herz gelegt. Immer nur die Zunge nass machen und geniiiiießen. Wie oft hat er uns nicht gesagt. Vorher, nachher oder zwischendurch, - er hat nicht lange durchgehalten, der edle Tropfen.

Zigmal vorbeigelaufen, heute gehen wir hinein ins Museum Kaap Skil. Handelsschiffe, Kriegsflotten, Walfänger, sie alle lagen auf der Reede von Texel vor Anker.

Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert war dies der Ort zum Be- und Entladen und zum Warten auf guten Wind. Bei Stürmen und Gewittern konnte es ziemlich unruhig werden.

Ab und zu sank ein Schiff. Deshalb liegen noch immer Dutzende von Schiffswracks auf dem Meeresgrund vor Texel. Im Museum Kaap Skil können wir sehen, was Taucher und Fischer dort finden und erfahren wir alles über die Abenteuer der Seefahrer. Wir erleben im Freilichtmuseum das Inselleben vor einem Jahrhundert. Mit authentisch eingerichteten Häusern, einer Windmühle, einer Jutterei und einer Schmiede.

Ein Besuch lohnt auf jeden Fall. In der Ausstellung ‘Schiff in Sicht – Die Reede von Texel und die Welt’ wird die Reede von Texel zum Leben erweckt. Dem größten maritimen Modell der Welt ist eine Dimension hinzugefügt worden. Die verborgenen Geschichten über die 160 Schiffe werden dank neuer Techniken sichtbar. Sie zeigen, dass die Reede von Texel die logistische Drehscheibe des siebzehnten Jahrhunderts war.

Der 24. Juni war Abreise Tag. Na klar, wir kommen wieder. Einen Tag eher als geplant nutzten wir die Null Wind Lage aus, ohne zu ahnen was uns auf der anderen Seite des Abschlussdeiches erwartet.  Natürlich auch Null Wind. Die Segel lagen schön eingetütet und klar zum Setzen. Unser Motor tuckerte mit 4,5 Knt. übers Ijsselmeer mit Kurs nach Stavoren. Erst mal Garnichts, dann wie auf Kommando stürzten sie auf uns. Mücken, Mücken, Mücken - ein paar Fliegen waren sicherlich auch dabei.

Da lasen wir die Fotos erzählen.

Noch 3 Schöne Tage in Stavoren, die Sonne war auf unserer Seite, dann tuckerten wir auf alt Bekannten Wegen nach Lemmer.

Ohne oder mit dem Boot nach Lelystad fragte ich Bärbel, wir wollten ja wieder Unterwegs sein. Dem Reiz des Outlet Center am Bataviahaven, wer kann da schon nein sagen, war schon ausgeprägt, - also mit dem Auto. Der Wind war ja heute am 27 Juni auch woanders. Wir schaffen es immer so einige Bummeltage in Lemmer abzusitzen. Die Segelfreunde werden  Zahlreicher, ebenso die Döschen Grolsch oder die, mit anderen Namen aber ähnlichen Inhalten.

Zum Eis essen fahren wir auch schon mal, mit der Corina eben rüber nach Enkhuizen und einen Tag später wieder zurück. Heue nehmen wir mal das Auto. Mit Pipipause im Trintelhaven

Die beste Eisbude von ganz Holland am Cultureel Centrum Drommedaris wartete am 4. Juli auf uns. 

Mit dem Rollator und unsere hohen Jahreszahlen im Gepäck geht bei uns alles langsamer, gemach, gemach, wir haben ja Zeit. Wir schleichen auf ausgetretenen Pfaden durch die Landschaft. Mal eben eine Kulturelle Veranstaltung besuchen war gestern. Heute ist für uns das Ankommen wichtig. Ziele haben wir noch viele. Auf unserer Wunschliste sind noch einige aufgelistet und neue kommen dazu.

Heike und Udo, also unsere Verwandtschaft, - ein Teil davon, hat sich angesagt. Kommt doch mal rüber sagte Bärbel zur jüngeren Schwester.  Bruderherz Hans-Bruno war zur gleichen Zeit im Haven. Also wieder so ein feucht fröhlicher Abend; wer kann da schon nein sagen? Der Wohlfühlfaktor war bei allen ausgeprägt.

Die Rundfahrt über den Princess Margriet Kanal nach Heeg, über Woudsend und Sloten wieder zurück hat sicherlich bei den Beiden Eindrücke hinterlassen.

Wir wettern noch wenige Tage ab und denken warum auch immer an Texel. Abwettern bei uns im Haven ist mit Arbeit verbunden. Schwimmen, Sauna und etwas Fitness im Sporthotel, so wie am Abend n‘ lekker Bierchen. Die Waschmaschine und der Trockner wollen ja auch bedient werden. Wichtig ist auch die Kommunikation, - unter Verwendung von Zeichen und Sprache mit Gleichgesinnten.

Am 18. Juli mal mit dem Auto nach Stavoren fahren, einfach so zum Kibbeling essen und dort für morgen die Abreise nach Makkum beschließen. Die Stegnummer vom Hafenmeister vorab telefonisch anfragen macht die Anreise einfacher.

Am 20. Juli Liefen wir wieder in Oudeschild ein. Warum Texel? - Wir wissen es nicht. Die Anreise, Den Oever, Kornwerderzand, das Wattenmeer, ja Vlieland und Terschelling auch - aber einmal Texel ist immer Texel.

Die Abreise am 28. Juli über Den Oever nach Stavoren mit 2 Tagen die Sonne auf den Pelz brennen zu lasen wiederholt sich wie schon so oft. Am 31. Juli waren wir wieder in Lemmer.

Alte Freunde aus der „Camping Lemmer“ Zeit, Ilona und Manfred besuchten uns. Sie hatten ihr Domizil (Wohnmobil) auf dem Ehemaligen Campingplatz (unsere alte Heimat in Lemmer) aufgeschlagen. Es ist immer wieder schön an alte Zeiten erinnert zu werden.

Nostalgie hat sehr viele positive Effekte. Wir fühlen, dass diese Art des Erinnerns unser Wohlbefinden steigert, indem wir uns jünger, wacher und optimistischer fühlen. Unser Selbstwertgefühl wird gestärkt, vor allem wenn wir an vergangene Erfolgserlebnisse denken.

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Wir hatten eine verrückteste oder die dümmste Idee, - ja wir dachten ernsthaft darüber nach, in Lemmer Abschied zu nehmen und die Corina nach Castrop-Rauxel zu verlegen. Wir werden ja älter, man kann nicht mehr so, - der Weg zum Boot ist viel kürzer. Auf unseren Kanälen kann man auch gut reisen. Am Schiffshebewerk in Henrichenburg fanden  wir einen sehr schönen Liegeplatz. Zwei Kilometer von unserer Haustür. Alles sprach also dafür.

Das Für und Wider muss sorgfältig abgewägt werden. Gründe, Argumente die dafür sprechen hatten sich verankert in unseren Köpfen. Das Alter, sind wir alt oder schon Hochbetagt? Wir die jungen Alten im Zustand der Unentschlossenheit.

Am 14 September reisten wir wieder zum Boot. Völlig losgelöst von Gedanken und Glaubenssätzen, von Träume und Abwägungen, alles löste sich aus unseren Unterbewusstsein. Tief durchatmen sagte Bärbel, Henrichenburg wird vorerst gecancelt.

Drei Tage später, der spontane Beschluss; wir fahren mal mit dem Auto nach Texel, Schafe kaufen. Es fehlt noch ein schnuckeliges Tierchen in gelb. Auf der Erinnerungs - Plattform unserer schmucken Regale zu Hause war noch ein Platz frei. - "Die Lücke muss zu".

Das passte natürlich voll zu unserer Einstellung, hier war kreative Freiheit erlaubt. Mit dem Auto und Rollator, all das was sonst nicht mehr geht, geht.

Übrigens! wir waren am 1. Oktober wieder in Castrop. Am 03. und wieder am 30. November in Lemmer 

Lemmer geht immer. Lemmer Den Oever geht auch. Auf Castrop-Rauxel kommen wir zu einem späteren Zeitpunkt zurück.

Enkhuizen

 

28. November in Lemmer

Preußenhafen Lünen Kiosk, Matjesbrötchen, "beste wo gibt"

Wenn die Sonne scheint bewegen wir uns, noch geht`s.

Elpe besuchen

Hier habe ich 1983 meine ersten Flugversuche mit dem Drachen absolviert.

Sonnenschein ist köstlich, Regen erfrischend, Wind fordert heraus und macht uns fröhlich; im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter, nur verschiedene Arten von gutem Wetter.

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